gelesen für Blogg Dein Buch
Zum Inhalt:
Phil Brennan und sein Team um Mickey Philips untersucht den Mord an einer jungen Frau, die – zum Teil geschunden – aufgefunden wurde. Zeitgleich untersucht die Kollegin Annie Hepburn eine Anzeige von Suzanne Perry, die morgens aufwacht und feststellt, dass nachts jemand in ihrer Wohnung war, sie zum Teil entblösst und dann fotografiert hat. Als kleinen Morgengruss hat er das Foto mit den Worten ICH WACHE ÜBER DICH in ihrem Schlafzimmer hinterlassen.
Nur kurze Zeit später wird Suzannes beste Freundin ermordet in Susannes Wohnung aufgefunden und Suzanne ist verschwunden. Die Ermittler stossen auf eine weitere Frau, die verschwunden ist und nach und nach wird klar, dass alle Fälle zusammen hängen. Die Polizei steht unter Zeitdruck, denn noch besteht die Hoffnung, dass die verschwundenen Frauen lebend gefunden werden können.
Während die Polizei anfangs an einen Serientäter glaubt, nimmt der Fall eine unvorhersehbare Wendung und es wird klar, dass viel mehr dahinter steckt, als bisher vermutet.
Cover:
Das Buch ist recht unauffällig, es zeigt eine vermummte Person hinter einem Vorhang, die Farbkombination erinnert ein wenig an Flammen. Das erscheint mir von daher passend, dass am Ende klar wird, dass Feuer eine grosse Rolle im Leben des Stalker spielt. Der Name der Autorin und der Buchtitel heben sich von der glatten Oberfläche ab. Den Text auf der Rückseite des Buches hat mich etwas irritiert. Dort steht ganze unten
Profilerin Marina glaubt nicht an einen Einzeltäter. Dann gibt es das erste Mordopfer.
Das erste Mordopfer taucht bereits im 2. Kapitel auf Seite 13 auf, während Marina erst in Kapitel 77 auf Seite 334 in den Fall einsteigt.
Der Klappentext ist wesentlich aufschlussreicher und macht neugierig auf mehr.
Suzanne hat einen Alptraum. Sie kann sich nicht bewegen. Sie kann nicht schreien, als der Unbekannte in ihr Schlafzimmer eindringt und sie zärtlich streichelt. Am nächsten Morgen sieht Suzanne das Polaroid, das in der vergangenen Nacht von ihrem entblößten Körper gemacht worden ist – ihr Alptraum ist wirklich geschehen.
Am selben Morgen wird eine geschundene Frauenleiche gefunden. Das Ermittlerteam rund um Phil Brennan vermutet, dass es sich um die sterblichen Überreste einer kürzlich verschwundenen jungen Krankenschwester handelt. Als sie schließlich erkennen, dass das tote Mädchen eine andere ist, kommt für Suzanne jede Hilfe zu spät.
Marina, die Profilerin des Polizeiteams und Phils Lebensgefährtin, steigt in den Fall ein.
Meine Meinung:
Das Buch ist vom ersten Moment an spannend und das ganze 480 Seiten lang. Ich hab wieder einmal viel länger gelesen, als ich das eigentlich vor hatte und so bin ich heute morgen um 2 Uhr endlich zum Finale gekommen
In meiner ersten Lesenacht hatte ich schon Bedenken, ob ich je wieder allein in einem dunklen Zimmer schlafen kann. Die Handlung erscheint absolut realistisch. Man braucht nicht darüber nachdenken, ob das auch mir selbst passieren kann, denn beim Lesen wird dem Leser klar, dass es genau so geschehen kann. Das tolle an der Geschichte ist, dass am Ende sichtbar wird, dass dieser Stalker eben nicht “jedem” begegnet, sondern dass es einen guten Grund für jedes einzelne Opfer gab. Also doch wieder beruhigt das Licht ausdrehen und versuchen, einzuschlafen
Das schon einmal ein kleiner Hinweis darauf, dass am Ende alles anders ist, als man es sich als Leser eigentlich dachte … aber auch viel schlimmer. Dabei verzichtet die Autorin im Großen und Ganzen auf blutrünstige Details, wobei sie durchaus Einfluss darauf nimmt, was sich beim Lesen im Kopf des Lesers abspielt.
Tanja Carver wechselt die Perspektiven, sie erzählt die Handlung aus Sicht der Polizei, aus Sicht der Opfer und des Täters. Genau so springt sie zwischen den Handlungssträngen hin und her, aber sehr strukturiert. Der Leser weiss immer genau, um welche Person es gerade geht und in welchem Handlungsstrang er sich befindet. Es gibt keine richtige Hauptsperson. Mal steht das Ermittlerteam um Phil im Mittelpunkt, mal einzelne Ermittler, oder auch der Täter.
Dabei lässst Tania Carver dem Leser keine Chance, Sympathien oder Antipathien selbst zu bilden, sie weist durch kleine Spitzen immer wieder darauf hin, wer im Ermittlerteam die “Guten” und wer die “Bösen” sind.
Auf eine Lieblingspassage verzichte ich heute, denn es gibt zu viele Passagen, die erwähnenswert waren, denn fast jede Person hat eine eigene Geschichte zu erzählen.
Ich hatte mich bereits vorab über das Buch “Der Stalker” von Tanja Carver informiert und habe dabei mehrfach entdeckt, dass die Leser Bezug auf “Entrissen” nehmen, das Buch, in dem die Geschichte von Phil und Marina wohl beginnt. Ich kann aber direkt sagen, es ist nicht notwendig, dass man “Entrissen” gelesen hat, um der Handlung bei “Der Stalker” folgen zu können.
5 von 5 Sternen für einen sensationellen Thriller.
Corinna hat dieses Buch ebenfalls rezensiert und 3,5 von 5 Sternen vergeben, wer also noch gerne eine “zweite Meinung” einholen möchte, kann die Rezension nachlesen.






Veröffentlicht von Frau_Mahlzahn am 25. September 2011 um 11:41
Ach, schau, das Buch habe ich auch besprochen. Ich war nicht ganz so überzeugt wie Du, fand es aber doch eine recht angenehme Unterhaltung, für die “schnelle Kost” zwischendurch,
.
Liebe Grüße,
Corinna